Tierheime dienen in erster Linie der Unterbringung herrenloser Haus- und Nutztiere sowie deren kurz- bis mittelfristiger Weitervermittlung an Privatpersonen.

In den letzten Jahrzehnten nehmen sie aufgrund der zunehmenden Urbanisierung auch immer wieder von Spaziergängern aufgefunden Jungtiere der ortsnahen Wildtierpopulation auf, die zum Teil fälschlicherweise für von den Muttertieren verlassen gehalten werden (z. B. Rehkitze). Das belastet die ohnehin knappen finanziellen und räumlichen Kapazitäten zusätzlich.

Den eigenen Ansprüchen gemäß sollen Tierheime die Bevölkerung informieren, um Tierquälereien zu vermeiden und die nutzbringende Funktion von Wildtieren vermitteln. Der größte Dachverband in Deutschland ist der Deutsche Tierschutzbund, der etwa 700 Tierschutzvereine mit rund 500 vereinseigenen Tierheimen vertritt.

Ein Tierheim ist weder ein Ersatz noch eine Alternative zur privaten Tierhaltung, denn bei allen Bemühungen ist es nicht immer möglich, den Tierheimtieren soviel Zuwendung zukommen zu lassen, wie es im Privathaushalt vorausgesetzt werden kann. (Präambel Tierheimordnung des DTSB)